Musikverein "Frisch Auf" Großheubach
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Marcus Greim (Blechblasinstrumente)

 

Der Musikverein meines Heimatortes fuhr 1979 zu einem Ausflug nach Frankreich. Mein Vater war dort Tubaspieler und meine Familie durfte mitfahren. Die Kameradschaft und Freundlichkeit der Musikerinnen und Musiker war der Grund, warum ich ein Musikinstrument erlernte. Ich wollte da auch dazu gehören. Freitags um 22 Uhr kam mein Vater von der Musikprobe nach Hause und hatte ein Tenorhorn dabei. Er zeigte mir sogleich, wie man darauf spielt und um 23 Uhr konnte ich schon die Tonleiter spielen. Samstags fuhren wir ins Musikgeschäft Palmer und kauften eine Trompetenschule. Nun ging es los. Jeden Tag eine Stunde üben und nach einem halben Jahr durfte ich meinen ersten Auftritt mitspielen.

 

Das Tenorhorn war meine erste große Leidenschaft. 1982 kam die zweite hinzu - die Posaune. Die "Glenn Miller Story", ein Film über das Leben von G. Miller war der Grund dafür. Auch die unterschiedlichsten Musikrichtungen begeisterten mich. Ich hörte stundenlang Musik und versuchte sie auf meinen Instrumenten nachzuspielen. Ernst Mosch und Glenn Miller fand ich am besten und ich widmete mich viele Stunden der Analyse der Orchester, Klangfarben, Stilistik und dem Sinn, der hinter ihrer Musik steckt.

 

1985 begann ich eine Lehre als Maschinenschlosser bei den Pirelli Reifenwerken. Die Firma besaß noch ein eigenes Werksorchester, in dem die besten Amateurmusiker des Landkreises und die Profis des Polizeiorchesters Wiesbaden und dem Landestheaters Darmstadt mitspielten. Dort lernte ich meinen besten Freund Johann Wolf kennen. Er war der "beste" Tenorhornspieler, den ich bis heute kennen gelernt habe. Johann Wolf war mein größter Förderer. Seine Liebe zur Musik und zu seinem Instrument sind mir noch heute ein großes Vorbild.

 

1995 kam der Entschluss, dass Musik mehr als nur ein Hobby ist und ich entschied mich, Musik zu studieren. Im September begann mein Studium am Herrmann Zilcher Konservatorium der Stadt Würzburg bei Norbert Daum im Hauptfach Posaune. 1996 wählte ich das Nebenfach Tenorhorn bei Richard Steuart. Während meiner Studienzeit spielte ich im Jugendsinfonieorchester Unterfranken, beim Fürstbischöflichen Bläserkonsortium Würzburg und im Posaunenquartett Quattrombones. 1999 wurde ich Mitglied der Burgenlandkapelle unter der Leitung von Robert Payer, der ich bis 2002 angehörte.

 

Seit 1991 dirigiere ich Musikvereine und gebe Unterricht für Blechblasinstrumente. Nach meinem Studium bekam ich eine Anstellung an der Musikschule in Erlenbach als Lehrkraft für hohes und tiefes Blech.

 

Aktuell arbeite ich für die Musikvereine MV Großheubach.